LR Seitinger

Stadt und Land in die Zukunft denken

Presseinformation vom 22.04.2021 zur Agenda-2030 Tagung 2021

Die Agenda 2030 dient als Kompass für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung unserer Städte und Gemeinden.

Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger © Lebensressort,  bei Quellenangabe honorarfrei
Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger© Lebensressort, bei Quellenangabe honorarfrei

Im Jahr 2015 hat sich Österreich verpflichtet, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, mit ihren insgesamt 17 nachhaltigen Entwicklungszielen umzusetzen. Zu diesen zählen unter anderem Punkte wie nachhaltige Energieversorgung, Ernährungssicherheit und soziale Komponenten und vieles mehr. Dadurch soll ein Gleichgewicht zwischen nachhaltiger wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Entwicklung sichergestellt werden. Die Agenda 2030-Tagung mit dem Titel "Stadt und Land in die Zukunft denken" wurde 2019 vom Klimaschutzministerium, dem Land Steiermark, dem Österreichischen Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen.

Stadt und Land in die Zukunft denken

In vielen Kommunen unseres Landes gibt es bereits konkrete Projekte, die dazu beitragen sollen die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Bewusstseinsbildung stellt dabei einen wesentlichen Beitrag dar: So haben beispielsweise in Feldbach alle Pflichtschüler an einem Klimaschutzschulprojekt teilgenommen und sich intensiv mit den nachhaltigen Entwicklungszielen im Unterreicht auseinandergesetzt. In Workshops wurden Recyclingprozesse veranschaulicht und spannende Umwelt-Experimente durchgeführt.

Großes Interesse

Über 200 Teilnehmer haben an der zweiten Auflage der Nachhaltigkeitsgespräche am 19. April 2021 teilgenommen und über Chancen und Projekte der Agenda 2030 für Gemeinden und Städte diskutiert. Neben interessanten Impulsvorträgen hochkarätiger Referenten, wie beispielsweise Vizekanzler a.D. Josef Riegler oder Peter Kaltenegger, boten fünf Workshops Raum für Diskussion und Austausch unter den Teilnehmern.

Statement Bundesministerin Leonore Gewessler:

"Die Agenda 2030 gibt uns einen guten Rahmen vor, wie eine gute und klimafreundliche Zukunft und ein zukunftsfittes Zusammenleben auf unserem Planeten aussehen kann. Dazu braucht es auch die aktive Mitarbeit der Regionen, Städte und Gemeinden. Die Klimakrise ist die große Frage unserer Zeit - die Herausforderungen sind also enorm. Als Bundesregierung können wir die Rahmenbedingungen für eine Krisenbewältigung schaffen. Die konkrete Umsetzung muss dann in den Regionen, den Bundesländern und Gemeinden und in jenen Unternehmen gelingen, die den erforderlichen Systemwechsel hin zu einer fossilfreien und ressourcenschonenden Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben. Auf kommunaler und regionaler Ebene gibt es nach wie vor große Potenziale um die Lebensqualität der Menschen weiter zu verbessern - diese gilt es auszuschöpfen. Gemeinsam mit den Gemeinden, Städten und ihren Verbänden müssen wir aktiv in die Umsetzung gehen. Ganz wichtig ist mir dabei, dass wir an alle Generationen denken."

Statement Landesrat Hans Seitinger:

"Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen stellt die zentralen Herausforderungen unserer Zeit in den Mittelpunkt. Ganz gleich, ob es sich um den Klimawandel, die wirtschaftliche Entwicklung oder den gesellschaftlichen Zusammenhalt handelt. Ich bin sehr stolz, dass sich so viele Städte und Gemeinden aktiv daran beteiligen, an einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft zu arbeiten. Gelingen kann uns das nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen und der Devise global denken, regional handeln, folgen. Um den Mehrwert dieser Nachhaltigkeitsziele in den Gemeinden sichtbar zu machen, unterstützt die Landentwicklung Steiermark die Umsetzung unterschiedlichster Projekte in den Gemeinden."

Statement Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Alfred Riedl:

"Die Gemeinden sind seit Jahrzehnten Vorbilder, Trendsetter, Multiplikatoren und Transformatoren für Nachhaltigkeit und Klimaschutzmaßnahmen in allen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge. Kurz gesagt: In den Gemeinden wird die Zukunft gestaltet. Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ist es daher ein wichtiges Anliegen, eine lebenswerte Umgebung für die nächste Generation zu schaffen. Die Agenda 2030 bietet einen wichtigen Leitfaden für Gemeinden bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele. Gleichzeitig dient er den Kommunen auch als Checkliste und Orientierung für bereits getätigte und künftige Projekte. Daher unterstützt der Österreichische Gemeindebund die Agenda 2030."

Statement Bürgermeister Siegfried Nagl:

"Begriffe wie nachhaltig und ganzheitlich sind für viele nur noch Worthülsen. Die 17-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 dagegen konkretisieren - nicht als Einzelmaßnahmen, sondern in ihrer Gesamtheit -  dieses vernetzte Denken. Graz ist Menschenrechts- und Klima-Innovationsstadt und arbeitet gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aktiv an der erfolgreichen Umsetzung dieser Ziele."

Was ist die Agenda 2030?

Im September 2015 unterzeichneten 193 Mitgliedsstaaten bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen am UNO-Nachhaltigkeitsgipfel in New York eine Partnerschaft für Frieden, Wohlstand für alle Menschen und für den Schutz der Umwelt und des Klimas: die Agenda 2030. Mit der Unterzeichnung wurden erstmals global gültige Nachhaltigkeitsziele, die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) beschlossen. Die Agenda 2030 bietet damit Leitlinien für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene an und baut auf dem Prinzip auf, alle Menschen miteinzubeziehen.

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