Link zur Startseite

Verleihung Wasserland Steiermarkpreis 2014 im Rahmen des Weltwassertages

Preisverleihung anläßlich des Weltwassertages am 22. März 2014

Preisverleihung 20.03.2014 © Wasserland/Scheriau
Preisverleihung 20.03.2014
© Wasserland/Scheriau

Der Weltwassertag wird jährlich am 22. März abgehalten und steht Jahr für Jahr unter einem anderen Motto. Heuer wurden und werden rund um diesen Tag unter dem Themenschwerpunkt „Wasser & Energie" unterschiedliche Aktivitäten gesetzt. Eine Aktivität des Landes Steiermark in diesem Zusammenhang ist der Wasserland Steiermark-Preis, der am gestrigen Donnerstag in den Kategorien - Wasserversorgung, Gewässerschutz, Hochwasserschutz sowie Natur- und Erholungsraum Gewässer vergeben wurde.

Wasserland Steiermark Preis 2014 - Sieger am 20. März 2014 gekürt
Im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung erhielten die Gewinner der einzelnen Kategorien ihre Preise von Landesrat Johann Seitinger, DI Dr. Kajetan Beutle von der Holding Graz und dem Obmann des Steirischen Wasserversorgungsverbandes HR DI Bruno Saurer in der Orangerie in Graz überreicht.  

Aktionstag der Holding Graz am heutigen Freitag, 21. März 2014
Eine weitere Aktivität zum Weltwassertag wird in Gössendorf gesetzt: Zwischen 9 - 15 Uhr werden den Grazerinnen und Grazern von der Holding Graz und 11 Partnerorganisationen die Leistungen und Angebote der Wasserwirtschaft nähergebracht. Der Vormittag von 9 - 12 Uhr steht dabei vornehmlich im Zeichen der Kinder wobei z.B. interessante Blicke hinter die Kulissen der Energiegewinnung geboten werden. Ab 12 Uhr gibt es dann weitere Programmpunkte vom Gewinnspiel über Elektroautos und E-Bikes bis hin zur Präsentation eines Löschfahrzeuges der Feuerwehr der Stadt Graz.
Die genauen Details zu den geplanten Programmpunkten entnehmen Sie bitte den Informationsblättern anbei.

Weiterführende Informationen: 

Wasserland Steiermark Preis 2014 - die Sieger in den vier Kategorien
Kategorie Wasserversorgung

3 Nominierte:
• pro aqua Diamantelektroden Produktion GmbH
• Innogeo Ingenieurbüro GmbH
• Wasserverband Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost

Preisverteilung:
pro aqua Diamantelektroden Produktion GmbH Preis 1200 Euro
Innogeo Ingenieurbüro GmbH Preis 1200 Euro
Wasserverband Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost Preis 1200 Euro

Kategorie Gewässerschutz

3 Nominierte:
• Holding Graz Services, Wasserwirtschaft
• Stadtgemeinde Schladming
• Soljoy GmbH

Preisverteilung:
Stadtgemeinde Schladming 1. Preis 2500 Euro
Soljoy GmbH 2. Preis 1000 Euro
Holding Graz Services, Wasserwirtschaft Anerkennungspreis


Kategorie Hochwasserschutz

3 Nominierte:
• Stadtgemeinde Kapfenberg, Büro Pieler ZT GmbH, Hydrosim::consulting
• Gemeinde Grafendorf
• Stadt Graz, Abt. für Grünraum und Gewässer

Preisverteilung:
Stadtgemeinde Kapfenberg, Büro Pieler ZT GmbH, Hydrosim::consulting 1. Preis 3500 Euro
Gemeinde Grafendorf Anerkennungspreis
Stadt Graz, Abt. für Grünraum und Gewässer Anerkennungspreis


Kategorie Natur- und Erholungsraum Gewässer

3 Nominierte:
• Gemeinde Admont
• Gemeinde Ranten
• Stadt Graz, Abt. für Grünraum und Gewässer

Preisverteilung:
Gemeinde Admont Preis 1200 Euro
Gemeinde Ranten Preis 1200 Euro
Stadt Graz, Abt. für Grünraum und Gewässer Preis 1200 Euro

 

Detailinformationen zu den einzelnen Projekten - Kategorie Wasserversorgung


Unternehmen: pro aqua Diamantelektroden Produktion GmbH
Projekttitel: AOP-Trinkwasser-Desinfektionsanlage
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Das Quellwasser einer gewerblich geführten Almhütte entsprach nicht der Trinkwasserverordnung, daher wurde pro aqua gebeten, eine Desinfektionsanlage an die Bedingungen vor Ort anzupassen. Dafür bot sich die anodische Oxidation mittels Bor dotierter Diamantelektroden an, die erst seit wenigen Jahren am Markt verfügbar sind. Das Herzstück der Anlage ist eine mit Diamantelektroden bestückte Durchflusszelle, durch die Salzwasser gepumpt wird. Die Elektroden produzieren aus Wasser und Salz eine Lösung mit Desinfektionsmitteln, die gleichmäßig an das Trinkwasser abgegeben wird. Bakteriologische Untersuchungen und Trinkwasservollanalysen zeigten, dass das Quellwasser nun die Richt- und Grenzwerte der Trinkwasserverordnung erfüllt.

 

Unternehmen: INNOGEO Ingenieurbüro GmbH
Projekttitel: Wassermeister
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Wassermeister ist eine Softwarelösung die die gesetzlich vorgeschriebene Eigenüberwachung von Trinkwasserversorgungsanlagen erleichtert. Analoge Arbeitsabläufe werden hier digital abgebildet. Diese browserbasierte Software kann sowohl mobil als auch am Desktop genutzt werden und baut auf den Grunddaten des Wasserleitungskatasters auf. Dabei können entsprechend dem Standort des Mitarbeiters, standortbezogene Aufgabenlisten, wie auch zeitbezogene Aufgabenlisten erstellt werden. Nach erfolgter Dateneingabe können digitale Berichte generiert werden.


Unternehmen: Wasserverband Grenzland Südost
Projekttitel: WVGSO auf dem Weg zur energietechnischen Unabhängigkeit
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Ziel dieses Notfallenergieprojektes ist es, die Anlagen der WVSGO im Falle eines öffentlichen Stromausfalles von der Zentrale aus für mindestens einen Tag weiter betreiben zu können und somit auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser zu gewährleisten. Am Verbandssitz Fehring wurde deshalb eine 50 kWpeak Photovoltaikanlage errichtet. Der hier erzeugte Sonnenstrom wird zusätzlich in großen Batterien gespeichert und kann in Notzeiten verbraucht werden. Weiters werden bis 2017 sämtliche Brunnenanlagen, Hochbehälter und Pumpwerke auf Energieunabhängigkeit ausgebaut. Auch hierfür ist die Errichtung weiterer Photovoltaikanlagen geplant. Ziel ist es in Krisenfällen die Versorgungssicherheit für das gesamte Verbandsgebiet sicher zu stellen bzw. in einem weiteren Schritt die Wasserversorgung der Region für mehrere Tage garantieren zu können. Zusätzlich wurde das Verbandsgebäude in Fehring energietechnisch optimiert. (Warmwasseraufbereitung durch Überschuss-Strom, allgemeine Dämmmaßnahmen etc.)

 

Detailinformationen zu den einzelnen Projekten - Kategorie Gewässerschutz


Unternehmen: Stadtgemeinde Schladming
Projekttitel: ARA Schladming
Preis: 2500 Euro
Kurzbeschreibung: Der Neubau der Kläranlage Schladming wurde zwischen Frühling 2011 und Herbst 2012 realisiert. Zentrales Anliegen war es ein Optimum zwischen Betriebs- und Erweiterungsreserve, einer Abdeckung von Spitzen bei Großereignissen, andererseits aber eine Vermeidung von Überkapazitäten zu erreichen. Zur Abwasserreinigung wurde das wirtschaftliche BIOCOS-Verfahren gewählt. Aus dem anfallenden Klärschlamm wird mittels eines kombinierten Faulbehälters mit integriertem Gasspeicher Klärgas gewonnen, welches über zwei Blockkraftwerke energetisch (Strom und Wärme) verwertet wird und in der Anlage selbst genutzt wird. Zusätzlich wurde eine 74 kWp Photovoltaikanlage installiert, womit der energieautarke Betrieb der Kläranlage sichergestellt ist. Der Wärmeüberschuss der Blockheizkraftwerke wird in das öffentliche Fernwärmenetz Schladming eingespeist. Zukünftig sollen auch Bioabfälle aus der Region im Faulbehälter gesammelt und energetisch verwertet werden.


Unternehmen: Solijoy GmbH
Projekttitel: EU-GEN
Preis: 1000 Euro
Kurzbeschreibung: EU-GEN ist die erste steirische GIS- Software, die über ein geografisches Managementsystem verfügt und den speziellen Anforderungen von Wasser- und Abwasserverbänden angepasst ist. Bereits in den Gemeinden und Verbänden vorhandene Daten werden aufbereitet und ausgewertet, sodass die Möglichkeit besteht, aktiv in die Steuerung und den Betrieb eines Kanalsystems einzugreifen. Dadurch werden zahlreiche Arbeitsabläufe vereinfacht und beschleunigt. Ebenso wird durch einfache und schnelle Abfragen im Ernstfall die Alarmierung beschleunigt (z. B. bei starkem Regen oder bei einem Brand durch große Löschwassermengen). Damit kann Gewässerschutz mit deutlich weniger Aufwand betrieben werden.


Unternehmen: Holding Graz Services, Wasserwirtschaft
Projekttitel: Zentraler Speicherkanal
Preis: Anerkennungspreis
Kurzbeschreibung: Die EU Wasserrahmenrichtlinie fordert unter anderem eine Reduzierung des Eintrages von Schmutzfrachten in Fließgewässer. Der Zentrale Speicherkanal stellt aus Sicht des Gewässerschutzes eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Ist-Situation dar. Durch dieses Projekt kann ein erheblicher Teil der entlasteten Schmutzfrachten gefasst und zur Kläranlage weitergeleitet werden. Vor der Errichtung des ersten Abschnitts des Zentralen Speicherkanals (von der ARA Gössendorf bis zur Hortgasse, MKW Gössendorf) wurden durchschnittlich rund 30 % der bei Regenwetter anfallenden Schmutzfrachten entlastet, durch die geplante Anbindung sämtlicher Mischwasserentlastungen von der Kläranlage bis zur Radetzkybrücke könnten ca. 82 % der Entlastungsfrachten an den Speicherkanal angeschlossen werden. Das entspricht einer Steigerung des Weiterleitungsgrads von ca. 30 auf ca. 66 %.
Detailinformationen zu den einzelnen Projekten - Kategorie Hochwasserschutz

 

Unternehmen: Stadtgemeinde Kapfenberg
Projekttitel: Hangwasserkarten Kapfenberg
Preis: 3500 Euro
Kurzbeschreibung: Das Projekt Hangwasserkarten wurde von der Stadtgemeinde Kapfenberg in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros Piler ZT und hydrosim::consulting und dem Referat Siedlungswasserwirtschaft der Steiermärkischen Landesregierung ins Leben gerufen. Ziel der Erstellung von Hangwasserkarten ist es, Aussagen zur Gefährdung bestehender Gebäude sowie zur Bauplatzeignung treffen zu können, um künftig die Raumplanung zu unterstützen. Vielerlei Schäden in Folge von Hochwasserereignissen könnten durch einfache bauliche Maßnahmen bzw. der richtigen Standortwahl vermieden werden. Zur Erstellung solcher Risikokarten werden verschiedene Methoden (Gis Analyse, Flood Area, Hydro_As-2D) angewandt, die vor allem für unverbaute Gebiete zuverlässige Ergebnisse liefern. In Siedlungsgebieten sind sie zwar mit größerer Unsicherheit behaftet, können jedoch als Hinweise für mögliche Gefahren in Betracht gezogen werden. Hangwasserkarten können somit als Ergänzung für Hochwasser-abflussuntersuchungen, für die Planung von Schutzmaßnahmen, für die örtliche Raumplanung und für die Einsatzplanung von Hilfskräften gesehen werden.

 

Unternehmen: Marktgemeinde Grafendorf bei Hartberg
Projekttitel: Rückhaltebecken Marbach
Preis: Anerkennungspreis
Kurzbeschreibung: Der Hochwasserschutz des Rückhaltebeckens entspricht dem Niveau eines 100-jährlichen Hochwassers, verursacht durch den Marbach. Im Nahbereich der B54-Querung waren 5 Objekte, im Ortskern zusätzlich 28 Wohnobjekte und Gewerbegebiete gefährdet. Außerdem kam es durch den Marbach zu Überflutungen der Verkehrsinfrastruktur.

 

Unternehmen: Stadt Graz, A 10/5 - Grünraum und Gewässer
Projekttitel: Sachprogramm Grazer Bäche
Preis: Anerkennungspreis
Kurzbeschreibung: Primäres Ziel des Sachprogramms Grazer Bäche ist das Erreichen eines nachhaltigen Hochwasserschutzes innerhalb der Stadt Graz unter Beachtung der allgemeinen schutzwasserwirtschaftlichen Grundsätze. Naturnahen Maßnahmen, dem passiven Hochwasserschutz, Maßnahmen im Einzugsgebiet bzw. Retentionsmaßnahmen ist dabei der Vorzug einzuräumen. Sekundärziele sind die ökologische Aufwertung, Renaturierung bzw. Attraktivierung der Gewässer. Mit Beginn des Sachprogrammes 2006 wurden 30 Schutzprojekte erarbeitet. Davon wurden 14 Einzelprojekte bereits fertiggestellt, 3 Projekte befinden sich derzeit im Bau. Stellvertretend wurden drei Projekte näher vorgestellt. Das Rückhaltebecken Mariatrosterbach verbindet dabei die Hochwasserschutzfunktion mit umfangreichen ökologischen Begleitmaßnahmen wie etwa Feuchtbiotopen und natürlichen Sukzessionsflächen. Das Rückhaltebecken Einödbach wurde hingegen als Multifunktionsanlage realisiert, die zugleich als Parkanlage dient. Die Umsetzung des Bachausbaus am Unterlauf des Andritzbaches ist für 2014 geplant. Hierbei soll der Mündungsbereich des Baches in die Mur für die Bevölkerung mittels eines begleitenden Fuß- bzw. Radweges erlebbar gemacht werden.

Detailinformationen zu den einzelnen Projekten -
Kategorie Natur- und Erholungsraum Gewässer

 

Unternehmen: Marktgemeinde Admont
Projekttitel: Flusslandschaftsentwicklung LIFE+ Admont Ost
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Die Enns wurde zwischen 1860 und 1960 an vielen Stellen neu verlegt. Diverse Altarme, die dadurch keine Verbindung mehr zur Enns hatten, sollen nun wieder angebunden werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbesserung und Aufwertung der Lebensräume für Zielarten und der Zielhabitate. Ziel ist die Flusslandschaftsentwicklung der Enns unter Einbindung des Naturschutzes und Anbindung eines Altarms, um die vorhandenen Auwälder wieder an die Dynamik der Enns anzubinden und die Entstehung flusstypischer Strukturen im neuen Flusslauf zu fördern.

 

Unternehmen: Gemeinde Ranten
Projekttitel: Kleine Wasserwelt Ranten
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Die Gemeinde Ranten versucht mit verschiedenen Projekten auf die Besonderheit von Gewässern als Naherholungsraum hinzuweisen. 2007 wurde unter dem Motto „Zurück zur Natur" das Rottenmanner Moos renaturiert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde durch Trockenlegung der sauren Wiesen versucht, dieses Gebiet auch landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Auf Grund des hohen Aufwandes und des geringen Ertrages in jüngster Zeit wurde schließlich beschlossen, das Moos im Rahmen eines ökologischen Projektes wieder in seine natürliche Form zu bringen. Zusätzlich wurde in der Mitte des Rottenmanner Mooses ein Landschaftsteich angelegt. Im Jahre 2012/2013 wurde außerdem ein Rundwanderweg mit dem Thema „Wald, Wasser, Gipfel" errichtet. Dieser beginnt am neu errichteten Dorfbrunnen, führt über den Rantenbach hin zum Speckenbrunnen und umfasst auch das Eisenbrünnle im Schlosswald, aus dem ein besonders eisenhaltiges Wasser gewonnen wird.


Unternehmen: Stadt Graz, Abt. für Grünraum und Gewässer
Projekttitel: Natur- und Erholungsraum Mur - Graz - Süd
Preis: 1200 Euro
Kurzbeschreibung: Die Auwiesen bilden mit einer Fläche von 135.000 m2 das Tor zum zentralen Grünraum des Grazer Beckens an der Mur. Das Projekt soll als Vorzeigemodell hinsichtlich Ökologie, Freizeit- und Erholungseinrichtungen, vor allem aber Naturschutz, dienen. Im Vordergrund steht die nicht-kommerzielle Nutzung des Areals. Entlang des neuen Radwegs an der Mur befinden sich auf den Liegewiesen Feuerstellen zum Grillen und Holzdecks für Picknicks sowie neu angelegte Biotope für Flora und Fauna.