Link zur Startseite

Seitinger: „Transboundary Water – grenzüberschreitendes Wasser“: Austausch von Know-How aber kein Ausverkauf von steirischem Trinkwasser

Presseinformation - 19. März 2009

Präsentation des „Wasserwirtschaftsplanes Steiermark“ – Ziel- und Strategiepapier für die steirische Wasserwirtschaft bis 2015

Foto: GrazAG; VD Mag. Dr. Wolfgang Messner, Landesrat Johann Seitinger  
Foto: GrazAG; VD Mag. Dr. Wolfgang Messner, Landesrat Johann Seitinger

Aufgrund der UN-Resolution von 1993 findet alljährlich am 22. März der Weltwassertag statt. An diesem Tag soll die Bedeutung und der Wert der Wasserressourcen bewusst gemacht werden. Heuer steht der Weltwassertag unter dem spannenden Motto: „Transboundary Water - grenzüberschreitendes Wasser": Dieses Motto des Weltwassertages 2009 hat auch für die Wasserwirtschaft des Landes aktuelle Bedeutung. So erfolgt etwa die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie nach Gewässereinzugsgebieten - die zu erstellenden Bewirtschaftungspläne überschreiten dabei regionale und nationale Grenzen. Somit ist die Steiermark im Rahmen von Gewässerkommissionen schon bisher in intensivem Kontakt mit Ländern wie Slowenien und Ungarn.

„Grenzüberschreitende, gemeinsame Wasserbewirtschaftung bedeutet aber kein Verkauf von Trinkwasser, aber auch kein Verkauf der Infrastruktur. Die Trinkwasserversorgung als wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge muss in der Verantwortung der Gemeinden bleiben. Auch riskanten Finanzierungsformen wie Cross Border Leasing erteile ich eine klare Absage", betont der zustände Landesrat Johann Seitinger zum diesjährigen Motto. Die steirische Wasserwirtschaft ist mit ihrem Know How im Bereich des Wassermanagements weit über die Landesgrenzen bekannt und geschätzt, dieser Wissenstransfer sei auch künftig zu unterstützen, so Johann Seitinger und weiter: „Die Steiermark mit seinen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und Ingenieuren verfügt über umfassendes Wissen auf höchstem Niveau. Dieses Wissen gilt es über die Grenzen hinaus weiterzugeben und auch wirtschaftlich zu nutzen."

„Unser ‚weißes Gold', das saubere steirische Wasser ist das wichtigste Lebensmittel bzw. Lebensraum für uns Menschen und daher ist es unsere Pflicht dieses wichtige Gut auch in Zukunft zu schützen", hebt der Wasserlandesrat hervor. Das passiert unter anderem durch das umfassende Maßnahmenpaket des „Wasserwirtschaftsplanes Steiermark". Dieser beinhaltet ein Ziel- und Strategiepapier für die steirische Wasserwirtschaft bis 2015.

Der „Wasserwirtschaftsplan Steiermark", mit heutigem Tag veröffentlicht, soll mit seinen Zielen, Strategien und Maßnahmen den hohen Standard im Wasserland Steiermark erhalten und verfolgt dabei:
- Ausgeglichen Wasserhaushalt
- Guten Zustand der Steirischen Gewässer,
- die Erhaltung der Fließgewässer als wertvollen Natur- und Erholungsraum
- Gewässerschutz durch flächendeckende Abwasserentsorgung
- Sichere Trinkwasserversorgung
- Bestmöglichen Hochwasserschutz
- Hohes Wasserbewusstsein der Bevölkerung

„'Schützen und sparsam nützen!', was im Detail bedeutet, dass es in der Steiermark mit Sicherheit keinen Ausverkauf des Wassers geben wird und ein flächendeckender Ausbau öffentlicher, qualitätsgesicherter Trinkwasser-versorgungsanlagen sichergestellt wird. Wir tragen auch für künftige Generationen Verantwortung, dass das Gut Wasser erhalten bleibt", so Landesrat Seitinger abschließend.

Weiterer Gesprächspartner im Rahmen der heutigen Pressekonferenz zum Weltwassertag war Vorstandsdirektor der Graz AG Mag. Dr. Wolfgang Messner.

Mehr Infos zu den Vortragenden und dem Programm für kommenden Freitag, 27. März (Wasserkanallauf und Abendveranstaltung - NEPTUN-Preisverleihung) finden Sie unter www.wasserwirtschaft.steiermark.at oder www.wasserland.at.